In diesem How-to-Video zeigt Marco Tetteroo, wie effektiv Zig-Fischen auf Karpfen sein kann. Mit der richtigen Tiefe, präzisem Anfüttern, einer wolkigen Futterspur und einer einfachen Zig-Montage bekommt er schnell Aktion.
Warum Zig-Fischen so effektiv sein kann
Zig-Fischen ist eine Technik, bei der du Karpfen nicht am Grund, sondern in der Wassersäule fangen willst. Das macht diese Fischerei besonders interessant an Tagen, an denen die Karpfen hoch im Wasser stehen oder aktiv durch verschiedene Schichten schwimmen.
Im Video Erfolgreich Zig-Fischen - Marco Tetteroo zeigt Marco, dass Zig-Fischen gar nicht kompliziert sein muss. Es geht vor allem um logisches Suchen, genaues Anfüttern und schnelles Reagieren, wenn die Karpfen in einer bestimmten Tiefe anbeißen.
Die Session beginnt unter idealen Bedingungen. Es ist sonnig, windstill und der Luftdruck ist hoch und stabil. Genau der Tag, an dem Karpfen oft nicht dicht am Grund liegen, sondern höher im Wasser aktiv sein können.
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Suche den Karpfen in der richtigen Wasserschicht
Beim Zig-Fischen dreht sich alles um die Tiefe. Du versuchst herauszufinden, in welcher Wasserschicht sich die Karpfen aufhalten. Marco beginnt hoch im Wasser, etwa einen Meter unter der Oberfläche. Wenn dort keine Aktion kommt, arbeitet er sich durch die Schichten nach unten.
Eine praktische Methode ist, von unten nach oben zu arbeiten. Zieh die Zig-Posen vorsichtig zum Blei, spanne langsam an und gib dann kontrolliert Schnur. Wenn du weißt, wie lang dein Vorfach ist und wie viel Schnur du gibst, kannst du ziemlich genau bestimmen, in welcher Höhe du fischst.
In einem sieben Meter tiefen Gewässer kannst du zum Beispiel schrittweise suchen. Zuerst näher am Grund, dann immer höher. Das macht Zig-Fischen viel weniger zum Glücksspiel, als viele Karpfenangler denken.
Warum hoher Luftdruck interessant ist
Marco erwähnt im Video, dass er gerne bei hohem und stabilem Luftdruck zigfischt. Unter solchen Bedingungen halten sich Karpfen oft höher im Wasser auf. Besonders an sonnigen, ruhigen Tagen können sie lange in den oberen Wasserschichten bleiben.
Bei niedrigem oder fallendem Luftdruck sind Karpfen öfter bodennah. Das bedeutet nicht, dass Zig-Fischen dann nie funktioniert, aber die Chancen sind oft geringer. Deshalb ist es klug, das Wetterbild in deine Entscheidung einzubeziehen.
Siehst du einen hohen, stabilen Luftdruck und viel Fischaktivität in der oberen Wasserschicht? Dann ist das ein klares Signal, die Zigs bereit zu machen.
Eine einfache Zig-Montage funktioniert oft am besten
Die Montage, die Marco verwendet, ist übersichtlich. Ein Zig-Float hebt das Vorfach an. Der Run Clip sorgt dafür, dass das System geschmeidig funktioniert und das Blei während des Drills lösen kann.
Das ist besonders wichtig in Gewässern mit Kraut. Wenn ein Karpfen gehakt wird und den Kopf schüttelt, willst du nicht, dass ein schweres Blei an der Schnur hängen bleibt. Indem du das Blei lösen lässt, hast du direkteren Kontakt zum Fisch und verringerst die Gefahr, dass alles hängen bleibt.
Für das Vorfachmaterial verwendet Marco schwimmende Zig-Linie. Das ist logisch, denn ein sinkendes Vorfach nimmt dem Schaumstoff oder Pop-up den Auftrieb. Beim Zig-Fischen soll der Hakenköder stabil auf der gewählten Höhe stehen bleiben.
Welchen Haken und Hakenköder verwendest du?
Für das Zig-Fischen wählt Marco einen dezenten Haken, zum Beispiel Größe 8. Zig-Fischen ist oft eine feine und subtile Angelei, daher willst du keine zu grobe Präsentation.
Als Hakenköder kannst du Schaumstoff oder eine kleine Pop-up verwenden. Mit einem kleinen Schraubsystem kannst du schnell die Farbe oder den Auftrieb wechseln. Das ist praktisch, denn beim Zig-Fischen können kleine Veränderungen viel bewirken.
Reagiert der Karpfen nicht auf eine Farbe oder Form, kannst du schnell etwas anderes ausprobieren. Gerade weil du nicht auf dem Grund fischst, sondern im Sichtfeld des Karpfens, kann die Ausstrahlung deines Hakenköders entscheidend sein.
Vorbereitung macht den Unterschied
Ein wichtiger Tipp aus dem Video ist, mehrere Zig-Vorfächer im Voraus fertig zu haben. Marco empfiehlt, mindestens sechs bis neun Vorfächer vorbereitet dabei zu haben.
Der Grund ist einfach. Wenn die Karpfen erst einmal aktiv sind, kann die Aktion schnell kommen. Dann willst du nicht noch am Ufer in Ruhe Vorfächer knoten müssen. Du willst sofort wieder anwerfen können.
Vor allem beim aktiven Zig-Fischen, bei dem du die Tiefen wechselst und schnell auf Bisse reagierst, bringt Vorbereitung deutlich mehr Angelzeit. Und mehr effektive Angelzeit bedeutet mehr Chancen auf Karpfen.
Präzises Angeln mit Distance Sticks
Genauigkeit ist beim Zig-Fischen enorm wichtig. Du willst nicht nur deinen Zig auf der richtigen Tiefe angeln, sondern auch immer wieder an dieselbe Stelle zurückkehren. Deshalb verwendet Marco Distance Sticks.
Mit Distance Sticks kannst du sowohl deine Rute als auch die Futterdistanz genau wiederfinden. So landet deine Montage immer in derselben Zone und dein Futter bleibt konzentriert rund um den Angelplatz.
Das ist besonders wichtig, wenn du mit einem Spod eine Futterspur oder einen Wolkeneffekt erzeugst. Wenn das Futter immer woanders landet, verteilst du die Karpfen, anstatt sie bei deinen Zigs zu halten.
Futter für das Zig-Fischen muss nicht kompliziert sein
Das Köderangebot beim Zig-Fischen muss laut Marco nicht kompliziert sein. Das Wichtigste ist, einen Wolkeneffekt im Wasser zu erzeugen. Diese Wolke zieht Karpfen in die Angelzone und hält sie aktiv.
Du kannst eventuell schwimmende Pellets oder kleine Hundekroketten hinzufügen, um Karpfen schneller an die Oberfläche zu locken. Das ist aber nicht immer ratsam. Bei Wind kann schwimmendes Futter wegdriften und die Karpfen von deinem Spot wegziehen.
Deshalb ist es wichtig, die Bedingungen genau zu beobachten. Ist es windstill, kannst du mit schwimmendem Köder mehr Fische an die Oberfläche locken. Bei Wind musst du darauf achten, dass dein Futter nicht aus deiner Angelzone wegdriftet.
Füttere langsam und bleibe reaktionsbereit
Während der Session zeigt Marco, wie schnell die Karpfen auf Futter reagieren können. Manchmal gibt es schon nach ein paar Spods Aktion. Trotzdem bleibt ruhiges Füttern wichtig.
Wenn du zu viel oder zu wild fütterst, kannst du die Fische aus der richtigen Zone vertreiben oder unnötig stören. Durch kontrolliertes Füttern und genaues Beobachten behältst du die Kontrolle über die Situation.
Marco arbeitet mit kurzen Fütterungsintervallen. Er stellt zum Beispiel einen Wecker und füttert nach etwa fünfzehn Minuten erneut. So bleibt regelmäßig Attraktion in der Wassersäule, ohne alles auf einmal zu geben.
Achte auf Wind und Drift
Eine der wichtigsten Lektionen aus dem Video ist, dass Wind dein Futter schnell verlagern kann. Mit Drohnenaufnahmen sieht Marco, dass das Futter durch den Wind nach rechts gedrückt wird. Deshalb liegen die Karpfen nicht genau dort, wo er zuerst gefüttert hat.
Die Lösung ist einfach, aber effektiv: Füttere etwas links von der Zielzone, sodass das Futter mit der Drift an die richtige Stelle gezogen wird. So landet die Wolke letztlich über oder um die Zigs.
Das ist eine gute Erinnerung für jeden Karpfenangler. Du angelst nicht nur dort, wo du gespodded hast, sondern wo das Futter letztendlich landet. Gerade beim Zig-Fischen kann ein paar Meter Drift den Unterschied machen.
Öl bei starkem Wind verwenden
Bei starkem Wind gibt Marco noch einen zusätzlichen Tipp. Durch die Zugabe von Hanföl oder Lachsöl ins Futter kannst du eine Art Flat Spot erzeugen. Die Wasseroberfläche wird ruhiger und dein Futter bleibt besser sichtbar.
Das hilft nicht nur, deinen Spot besser zu lesen, sondern sorgt auch dafür, dass das Futter länger in der richtigen Zone bleibt. Besonders wenn du mit einer Wolkenfütterung arbeitest, willst du wissen, wo deine Attraktion liegt.
Nutze dies bewusst. Es ist kein Wundermittel, aber ein praktisches Hilfsmittel, wenn Wind und Wellen es erschweren, deinen Futterplatz zu kontrollieren.
Verkassen für den Fischschutz
Im Video bekommt Marco schnell Aktion an einem Platz mit viel Kraut. Trotzdem entscheidet er sich letztlich für einen Wechsel. Nicht weil kein Fisch da ist, sondern weil die Bedingungen zu schwierig werden, um die Karpfen sicher und gut zu drillen.
Das ist eine wichtige Entscheidung. Fang ist schön, aber das Wohl des Karpfens geht immer vor. Wenn du merkst, dass du die Fische wegen Kraut, Hindernissen oder anderen Umständen nicht gut kontrollieren kannst, ist ein Standortwechsel oft die richtige Entscheidung.
Auf der anderen Seite liegen bessere Chancen. Weniger Kraut, Wind im Rücken und mehr Kontrolle beim Drill. Das macht den Platz nicht nur angenehmer, sondern auch sicherer.
Während der Session immer weiter anpassen
Nach dem Umsetzen sucht Marco weiter nach der richtigen Vorgehensweise. Die Zigs werden wieder auf Tiefe gebracht, der Futterplatz genau eingehalten und die Futterstrategie an den Wind angepasst.
Genau das macht die Session lehrreich. Zigfischen ist keine passive Technik. Du musst ständig über Tiefe, Entfernung, Futter, Wind und Fischverhalten nachdenken.
Wenn Marco etwas links vom Angelplatz anfüttert, um die Drift auszugleichen, folgt erneut Aktion. Das zeigt perfekt, dass kleine Anpassungen sofort Wirkung zeigen können.
Was du aus diesem Zig-Video mitnehmen kannst
Dieses Video zeigt, dass erfolgreiches Zigfischen vor allem auf Suchen und Anpassen beruht. Du musst kein kompliziertes System verwenden, aber verstehen, warum du in einer bestimmten Tiefe fischst und wie sich das Futter im Wasser bewegt.
Die wichtigsten Lektionen sind klar. Wähle Zigfischen vor allem bei hohem, stabilem Luftdruck und Fischaktivität weiter oben im Wasser. Arbeite mit verschiedenen Tiefen. Nutze eine einfache, aber sichere Montage. Bereite mehrere Vorfächer vor. Füttere genau und passe deinen Futterplatz an Wind und Drift an.
Marco zeigt auch, dass Fischschutz immer an erster Stelle steht. Gibt es zu viel Kraut oder kannst du den Karpfen nicht gut kontrollieren, ist ein Standortwechsel die bessere Wahl.
Zigfischen ist einfacher als es scheint
Zigfischen wirkt für viele Karpfenangler kompliziert, aber die Grundlage ist eigentlich ganz logisch. Du suchst den Karpfen in der Wasserschicht, in der er sich aufhält, und präsentierst dort einen auffälligen oder dezenten Hakenköder.
Mit einer guten Zig-Leine, einem scharfen Haken, Foam oder Pop-up und einem zuverlässigen System kannst du schnell starten. Danach geht es darum, präzise zu arbeiten und ständig zu beobachten.
Diese Session von Marco Tetteroo zeigt, wie effektiv das sein kann. Innerhalb kurzer Zeit kommen mehrere Bisse, Tiefen werden angepasst und durch kluges Anfüttern entsteht zusätzliche Aktion. Für Karpfenangler, die an warmen, ruhigen Tagen mehr machen wollen, als nur auf dem Grund zu warten, ist Zigfischen definitiv eine Technik, mit der man sich ernsthaft beschäftigen sollte.












